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Online-Zeitschriften des Elsevier-Verlags

Zur Unterstützung des Projektes DEAL hat die TU Berlin ihren Vertrag über den Zugriff auf die elektronischen Zeitschriften des Verlages Elsevier zum 31.12.2017 gekündigt. Seitdem befindet sich die TU in einem vertragslosen Zustand. Zu Beginn des Jahres 2019 hat der Verlag nunmehr den Zugriff auf die online-Journals gesperrt.

Betroffen sind die Jahrgänge 2018 ff aller Elsevier-Zeitschriften. Im Rahmen der aus den bisherigen Verträgen erworbenen Rechte bleibt der Zugang zu früheren Jahrgängen ausgewählter Titel jedoch bestehen. Zudem sind auch jetzt schon einzelne Artikel in den Elsevier-Zeitschriften Open Access veröffentlicht und damit frei im Zugriff.

Hintergrund:

Im Projekt DEAL bemüht sich die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im Auftrag der Allianz der Wissenschaftsorganisationen in Verhandlungen mit dem Verlag Elsevier seit 2016 um den Abschluss einer bundesweiten Lizenz. Das Ziel ist der Zugriff auf alle Zeitschriften des Verlages und ein Publizieren im Open Access für Angehörige deutscher Wissenschaftseinrichtungen zu einem fairen Preis.

Die Gespräche mit dem Verlag Elsevier sind bis heute ergebnislos geblieben. Um den Verhandlungen Nachdruck zu verleihen, haben sich inzwischen über 200 Einrichtungen in Deutschland dazu entschieden, ihre Verträge mit dem Verlag zu kündigen oder nicht zu verlängern und damit signifikante Zugriffseinschränkungen auf die Zeitschriften des Verlages in Kauf zu nehmen.


Nachfolgend haben wir für Sie in den FAQs die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema zusammengestellt.

FAQs zu Elsevier-Zeitschriften

Was bedeutet der vertragslose Zustand für die Suche nach Elsevier-Zeitschriften?

Nicht mehr verfügbar sind die Jahrgänge 2018 ff der elektronischen Zeitschriften des Elsevier-Verlags. Im Rahmen der aus den bisherigen Verträgen erworbenen Rechte bleibt der Zugang zu früheren Jahrgängen ausgewählter Titel jedoch bestehen. Zudem sind auch jetzt schon einzelne Artikel in den Elsevier-Zeitschriften Open Access veröffentlicht und damit frei im Zugriff.

Wo kann ich entsprechende Artikel dennoch bekommen?

Für aktuelle Artikel, die online nicht zugänglich sind, nutzen Sie bitte legale alternative Beschaffungswege. Dazu zählt zum Beispiel auch der direkte Austausch mit den Autorinnen und Autoren.

Lücken in der Informationsversorgung werden jedoch unumgänglich sein.

Diese können über die Lieferdienste der Universitätsbibliothek wie Fernleihe und – für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Berlin – Express-Dokumentlieferdienst geschlossen werden.

Gibt es weitere Werkzeuge, die mir bei der Literaturbeschaffung helfen können?

Endet Ihre Suche an einer Paywall – es wird also ein Login oder eine Kreditkarteninformation verlangt – so nutzen Sie bitte die folgenden Möglichkeiten, nach verfügbaren Varianten des Artikels zu suchen:

  • Unpaywall: Unpaywall ist eine Browser-Erweiterung, die im Hintergrund automatisiert nach einer verfügbaren Variante von Artikeln sucht. Ist man auf der Seite eines Verlags und kann auf einen Artikel nicht zugreifen, führt das Plugin schnell und unkompliziert zum Volltext (entweder zur lizenzierten Verlagsversion oder zur vorhandenen Open-Access-Version). Die Erfolgsquote liegt nach eigenen Angaben bei 47 %. Das Plugin kann für Firefox und Chrome installiert werden.

  • oadoi und doai: Hat die gesuchte Publikation eine DOI, kopieren Sie die Links https://www.oadoi.org/ bzw. http://doai.io/ in Ihren Browser und hängen am Ende die DOI zum gewünschten Beitrag an. Diese Aufrufe leiten direkt zu einer frei verfügbaren Version weiter – sei es, weil die Bibliothek eine Lizenz erworben hat oder weil der/die Autor/in die Publikation zweitveröffentlicht hat (Beispiel).

  • Open-Access-Button: Der Open-Access-Button ist eine Browsererweiterung, mit der nach freien Versionen von Artikeln gesucht werden kann. Gibt es noch keine Open-Access-Version, wird mit Klick auf den OA-Button eine E-Mail an den/die Autor/in der Publikation generiert und um Bereitstellung einer entsprechenden Version gebeten. Der Open-Access-Button ist seit kurzem im KOBV-Portal eingebunden – dem wichtigsten Recherchewerkzeug für Bestände im Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg.

  • BASE: Wer noch auf Literatursuche ist und auf die Suchmaschine BASE zurück greift, kann die Option “Open-Access-Dokumente bevorzugen” als Standardeinstellung nutzen. BASE hat zahlreiche Open-Access-Portale integriert und weist fast 50 Millionen Open-Access-Dokumente nach (Beispiel).

  • Google Scholar: Auch Google Scholar indexiert freie Quellen und macht das Auffinden von frei verfügbaren Versionen von Artikeln leicht (Beispiel).

  • Twitter / E-Mail: Viele Wissenschaftler/innen nutzen den Hashtag #ICanHazPDF, um die Twitter-Community um Unterstützung bei der Suche nach Artikeln zu bitten oder kontaktieren Kolleg/innen direkt per E-Mail.
Bekomme ich Hilfestellung seitens der Universitätsbibliothek?

Die Universitätsbibliothek stellt sich auf ein erhöhtes Bestellaufkommen ein und wird Sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei der Beschaffung der erforderlichen Elsevier-Artikel unterstützen.

Wie ist der Stand bei Wiley und Springer?

Die Verhandlungen mit den Verlagen Wiley und Springer dauern an. Eine Zugriffsbeschränkung auf die elektronischen Zeitschriften gibt es nicht.

Wiley:
Der Zugriff auf das Gesamtportfolio der Wiley-Zeitschriften besteht in vollem Umfang. Dies gilt sowohl für ältere als auch für aktuelle Artikel.

Springer:
Die TU Berlin hat zu 2018 einen Übergangsvertrag für den Zugriff auf einen Großteil der online-Zeitschriften des Springerverlages abgeschlossen und konnte damit den Zugriff auf frühere und aktuelle Artikel in Springer-Zeitschriften erheblich erweitern.
Bis Ende 2017 bot die Universitätsbibliothek Zugriff nur auf ausgewählte Springertitel in unterschiedlicher Tiefe. Seit Anfang 2018 ist der Zugriff auf alle Springer- und ADIS-Titel ab Jahrgang 1997 und einschließlich des aktuellen Jahrgangs möglich. Mit dem Abschluss der Übergangsvertrages stellt die UB seit 2018 ein signifikant erweitertes Angebot für die Springer-Zeitschriften zur Verfügung.

Zusatzinformationen / Extras

Kontakt

Weitere Fragen zu diesem Thema beantworten wir gern unter folgender E-Mailadresse:

deal(at)ub.tu-berlin.de