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Allgemeine Informationen zum Urheberrecht

Das Urheberrechtsgesetz räumt Urheberinnen und Urhebern das Recht zur Verwertung ihrer Werke ein, darunter fallen insbesondere das Vervielfältigungsrecht, das Verbreitungsrecht und das Recht der öffentlichen Wiedergabe. Welche Verwertungsrechte nach Vertragsabschluss mit einem Verlag bei den Autorinnen und Autoren verbleiben, ergibt sich aus dem Wortlaut des einzelnen Vertrags.

Traditionelle Wissenschaftsverlage sichern sich häufig die ausschließlichen Nutzungsrechte an einem Werk. Das bedeutet, dass ein Verlag das alleinige Recht erhält, ein Werk zu nutzen (d. h. zu vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen). Um wissenschaftliche Werke im Sinne von Open Access zu publizieren, werden jedoch die folgenden rechtlichen Anforderungen gestellt:

"Die Urheber und die Rechteinhaber solcher Veröffentlichungen gewähren allen Nutzern unwiderruflich das freie, weltweite Zugangsrecht zu diesen Veröffentlichungen und erlauben ihnen, diese Veröffentlichungen – in jedem beliebigen Medium und für jeden verantwortbaren Zweck – zu kopieren, zu nutzen, zu verbreiten, zu übertragen und öffentlich wiederzugeben sowie Bearbeitungen davon zu erstellen und zu verbreiten, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird." (Berliner Erklärung)

Erstveröffentlichung (Goldener Weg)

Die Erstveröffentlichung unter Open Access wird als "Goldener Weg" bezeichnet. Hierbei überträgt die Autorin bzw. der Autor lediglich einfache Nutzungsrechte an einen Verlag, so dass eine weitere Nutzung möglich ist. Erstveröffentlichungen sollten stets unter einer Creative-Commons-Lizenz erscheinen. Das Urheberpersönlichkeitsrecht, also die Urheberschaft selbst, wird durch eine Creative-Commons-Lizenz nicht berührt, d. h. der Urheber oder die Urheberin muss bei jeder Nutzung genannt werden.

Zweitveröffentlichung (Grüner Weg)

Eine Zweitveröffentlichung in einem Repositorium wird auch als "Grüner Weg" bezeichnet. Dieser ermöglicht es, eine in einem traditionellen Verlag erschienene Publikation Open Access verfügbar zu machen.

Seit 1.1.2014 gibt es ein gesetzliches unabdingbares Zweitverwertungsrecht. Es gilt für Publikationen aus mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderter Forschungstätigkeit. Demnach dürfen viele Zeitschriftenartikel zwölf Monate nach der Erstveröffentlichung zweitveröffentlicht werden, allerdings nur in der Manuskriptfassung (vgl. § 38(4) Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte).

Wenn dieses Recht auf Ihre Publikation nicht zutrifft, helfen ggf. folgende Hinweise:

  • Gemäß § 38(1) Urheberrechtsgesetz darf der Urheber sein Werk ein Jahr nach der Publikation in einer periodisch erscheinenden Sammlung (Zeitschrift, Sammelband etc.) anderweitig veröffentlichen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
  • Die Zweitveröffentlichung ist uneingeschränkt und sofort möglich, wenn Sie dem Verlag vertraglich kein exklusives, sondern ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt haben bzw. sich das Recht auf die parallele Veröffentlichung ausdrücklich vorbehalten haben.

Welche Nutzungsrechte übertragen wurden, ist Ihrem Verlagsvertrag zu entnehmen. Sollten Ihnen die Vertragsbedingungen nicht mehr bekannt sein, können Sie die SHERPA/RoMEO-Datenbank zur Orientierung nutzen. Diese gibt Auskunft, welche Verlage die Zweitveröffentlichung von wissenschaftlichen Publikationen erlauben.

FAQ zum Zweitveröffentlichungsrecht

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Zusatzinformationen / Extras

Kontakt

Dagmar Schobert
Tel.: (030) 314-76127
Michaela Voigt
Tel.: (030) 314-76130
Steffi Grimm

Tel.: (030) 314-76132

openaccess(at)ub.tu-berlin.de

Hinweis

Beachten Sie bitte, dass die dargestellten Inhalte der Information dienen und es sich nicht um rechtsverbindliche Auskünfte handelt.