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Inhalt des Dokuments

Perick, Philipp

Strategische Planungsräume – zur Rolle eines neuen Instruments der Stadtentwicklungsplanung

Am Beispiel der Londoner Opportunity Areas, Berliner Transformationsräume und Wiener Zielgebiete

ISBN 978-3-7983-2955-3 (online) Online Lesen

148 Seiten

Erschienen 2017

ISR Impulse Online (ehem. Graue Reihe) (Band 64) (Institut für Stadt- und Regionalplanung)

Abstract (Deutsch)

Strategische Planungsräume sind ein teilraumbezogenes Management-Instrument der Stadtentwicklungsplanung zur Organisation räumlicher bzw. raumstruktureller Veränderungsprozesse. In europäischen Städten zeigen sich Strategische Planungsräume erstmals im Kontext neuartiger, strategischer Stadtentwicklungskonzepte, die eine Gleichzeitigkeit bzw. Einheit der traditionell getrennten Steuerungsfunktionen Orientierung und Umsetzung bemühen. Strategische Planungsräume stehen somit im Zeichen des Modells der Strategischen Planung und der allenthalben festgestellten „Renaissance“ des Strategischen in der räumlichen Planung. Zwar sind sowohl Stadtentwicklungskonzepte als eine Typologie von „großen Plänen“ als auch das Modell Strategischer Planung von der Wissenschaft gründlich erforscht und beschrieben worden, Strategischen Planungsräumen als einer instrumentellen Ableitung aus der Strategischen Planung wurde dabei jedoch kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die vorliegende Arbeit widmet sich dieser Forschungslücke und beschreibt Strategische Planungsräume am Beispiel der Londoner Opportunity Areas, die Berliner Transformationsräume und die Wiener Zielgebiete als ein neues Instrument der Strategischen Planung. Als Ergebnis kann zusammenfassend festgehalten werden, dass Strategische Planungsräume in der Praxis kein einheitliches Instrument darstellen, sondern variantenreich gestaltet und angewandt werden. Dennoch liegen ihnen konzeptionell drei allgemeine konstituierende Prinzipien zugrunde: Sie sind räumlich selektiv und verorten eine räumliche Prioritätensetzung im Stadtgebiet mit dem Ziel einer Komplexitätsreduktion; sie bilden einen teilräumlichen Bezugsrahmen als Arena für Kooperationsprozesse von AkteurInnen mit unterschiedlichen Handlungslogiken mit dem Ziel eines Commitments zur abgestimmten und zielgerichteten Entwicklungsrichtung eines jeweiligen Raums; sie bieten dem politisch-administrativen System durch ihre Hinterlegung mit Managementstrukturen die Möglichkeit zur Koordination der kooperierenden Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel „leadership“ im Interesse der Belange des Gemeinwohls zu bemühen. Strategische Planungsräume bedeuten mithin ein Instrument des politisch-administrativen Systems zur Optimierung von Effizienz und Effektivität in der Stadtentwicklungsplanung.

Abstract (Englisch)

Strategic planning areas are an area-based management tool for the organization of spatial change. In European cities strategic planning areas first appeared in the context of strategic urban development concepts, seeking a simultaneity and unity of the traditionally separated management functions orientation and implementation in urban planning. Thus strategic planning areas derived from the model of strategic planning and also represent a widely detected "renaissance" of the strategic in spatial planning. Although both urban development concepts as a typology of "big plans" and the strategic planning model have been described comprehensively by academics little attention has been paid to strategic planning areas at all. The paper at hand attempts to fill this gap and to introduce strategic planning areas on the example of the London ‘Opportunity Areas’, the Berlin ‘Transformationsräume’ (transformation areas) and the Vienna ‘Zielgebiete’ (target areas) as a new instrument of strategic spatial planning. To summarise, it can be stated that strategic planning areas in practice are not a standardised instrument, but diverse and conceived in various ways. Still, findings indicate three common principles that constitute the instrument: they are spatially selective and set spatial priorities in urban areas with the aim of reducing complexity; they form spatial frames for arenas of cooperation processes of stakeholders with different logics of action, aiming to gain the stakeholders' commitments for a coordinated and effective urban development; by establishing management structures within the strategic planning areas they offer the opportunity for coordinating efforts on part of the political-administrative system with the aim to show the public sectors “leadership“ for the public interest. Thus, strategic planning areas represent the political-administrative systems instrument for optimising efficiency and effectiveness in urban planning.

Schlagworte

Strategische Planung, Stadtentwicklung, Planungsraum, Management, Kooperation,
strategic planning, urban development, planning area, cooperation

Volltext online

Frei im institutionellen Repositorium der TU Berlin (Deposit Once):

https://dx.doi.org/10.14279/depositonce-6060

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