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Lieback, Marlene

Die Schöneberger Terrassen – ein Beitrag zum Denkmalwert der Nachkriegsmoderne der 70er Jahre und des sozialen Wohnungsbaus in Berlin

ISBN 978-3-7983-2970-6 (online) Online Lesen

124 Seiten

Erschienen 2018

ISR Impulse Online (ehem. Graue Reihe) (Band 65) (Institut für Stadt- und Regionalplanung)

Abstract (Deutsch)

Bereits vielfach diskutiert und immer wieder revidiert, ruft die Frage nach der Bedeutung der Bauten der Nachkriegsmoderne noch immer höchst kontroverse Einschätzungen hervor. Diese basieren weniger auf der eigentlichen Fragestellung nach historischen, architektonischen oder kulturellen Werten, sondern sind zumeist Ausdruck tiefsitzender persönlicher Empfindungen. Sie erschweren einen vernünftigen Diskurs gerade bei der denkmalpflegerischen Auseinandersetzung mit den Bauten der 50er bis 80er Jahre. Es ist daher ein wichtiges Anliegen, diese Werte in den Vordergrund zu rücken. Sie können für zukünftige Generationen von großer Bedeutung sein. Die vorliegende Arbeit ist ein weiterer wissenschaftlicher Beitrag zur Verwirklichung dieses Ziels. In ihrem Mittelpunkt steht dabei ein nahezu unbekannter West-Berliner Wohnkomplex aus den 70er Jahren, die „Schöneberger Terrassen“.
Ziel der Arbeit ist es, neben der Förderung des Bekanntheitsgrades des Wohnkomplexes, diesen einer denkmalpflegerischen Betrachtung zu unterziehen. Als ein Sonderprojekt des sozialen Wohnungsbaus der Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (GSW) steht dabei nicht nur seine architektonische Gestaltung im Vordergrund. Auch das dem Wohnkomplex zugrundeliegende gemeinschaftsfördernde und auf die Bedürfnisse der Bewohner angepasste Konzept ist Thema dieser Arbeit und findet ebenfalls Eingang in die denkmalpflegerische Betrachtung.
Neben der historischen Betrachtung der Planungshintergründe sowie der äußerst heterogenen Architekturepoche der Nachkriegsmoderne, widmet sich die Arbeit sowohl dem Eigentümer, dem Architekten Waldemar Poreike, dem Planungs- und Bauprozess sowie dem heutigen Erscheinungsbild und den aktuellen sozialen Problemen vor Ort als auch deren möglichen Ursachen. Daran anknüpfend wird die Debatte um die nach wie vor umstrittene Bedeutung der Werke der Nachkriegsmoderne aufgezeigt. Die darauffolgende Einführung in die denkmalrechtlichen Bestimmungen dient als Leitfaden für die abschließende Beurteilung der Denkmalfähigkeit der „Schöneberger Terrassen“.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die „Schöneberger Terrassen“ in der Geschichte des sozialen Wohnungsbaus in West-Berlin eine beispielgebende Rolle einnehmen. Dies begründet sich nicht nur aus der Architektur, sondern auch aus dem die Architektur durchdringenden gemeinschaftsfördernden Ansatz. Objekt und Konzept sind in diesem Beispiel untrennbar miteinander verknüpft und nach denkmalpflegerischen Maßstäben schutzwürdig.

Abstract (Englisch)

Although the question regarding the value of the post-war modernism has already being widely debated, it still leads to quite controversial opinions. This is mainly due to the fact that the answers to the question about the historical, architectural or cultural values of post-war modernism are often an expression of profound personal feelings which are still associated with the post-war period. Especially when debating about monument preservation, these feelings impede a rational analysis of buildings that were constructed between the 50th and the 80th. Therefore, it is an important aim to put a focus on the mentioned values which might be of relevance for future generations. This paper is an additional contribution to realize this goal, whereby the focus is put on a virtually unknown apartment complex of the inner city of West-Berlin from the 70th, the “Schöneberger Terrassen”.
Besides the promotion of the project, the main objective of the work is to examine the complex carefully, so as to be able to analyze the “Schöneberger Terrassen” for its status as an historical monument. Considering that the complex was a special social housing project of a non-profit housing association, the GSW, not only the architectural design has been brought to the fore. The social concept, which supports the community and considers the needs of the inhabitants, has also been taken into account at the examination.
First of all, the work gives an overview about the history, the outmost heterogeneous architectural movement and the planning background. Subsequently, the paper focuses on the owner, the architect Waldemar Poreike, the planning and construction process, today’s appearance as well as local social problems and their possible reasons. The following chapter highlights the current debate about the still controversial importance of the work of the post-war modernism and gives a short introduction on the legal regulations of the monumental conservation that will also serve as guideline for the final evaluation of the complex.
As a conclusion of this work it has been determined that the “Schöneberger Terrassen” have played a leading role in the housing in West-Berlin. This is not only a result of the architectural design, but is also substantiated in the social approach that penetrates the whole architecture. The object and the concept are inseparably connected with each other and are both able to be registered as a listed building.

Schlagworte

Schöneberger Terrassen, Nachkriegsmoderne, sozialer Wohnungsbau, Terrassenwohnungen, Denkmalwerte,
Schöneberger terraces, post war modernism, social housing, terraced apartments, monument, heritage value

Volltext online

Frei im institutionellen Repositorium der TU Berlin (Deposit Once):

https://dx.doi.org/10.14279/depositonce-6589

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